Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2021 bei 5,0 %, gegenüber 4,9 % im November. Ein Jahr zuvor hatte sie – 0,3 % betragen.

Die britische Wirtschaft hat im November ihr Vorcoronaniveau übertroffen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in diesem Monat um 0,9 % in Vergleich zum Oktober gewachsen, wie das Statistikamt ONS mitteilte.

Auf der letzten FOMC-Sitzung in der 4. KW wurde angesichts der hohen Inflationsrate und eines robusten Arbeitsmarktes eine „baldige“ Zinsanhebung angekündigt. Demnach ist mit einem ersten Zinsschritt im März klar zu rechnen, gefolgt von weiteren im Verlauf des Jahres.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich zum Jahresauftakt überraschend deutlich verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex klettert im Januar auf 95,7 Punkte, dies ist der erste Anstieg nach sechs Rückgängen in Folge.

Die Produktionsengpässe wegen der Corona-Pandemie und des Halbleiter-Mangels sorgen für weiteren Auftragsstau in deutschen Industriefirmen. Der Commerzbank-Chefvolkswirt erwartet ein kräftiges Hochfahren der Kapazitäten.

Im IV. Quartal 2021 verzeichnete das Land einen BIP-Anstieg um 1,6% Q/Q. Der quartalsweise Zick-Zack-Kurs setzt sich fort. Das BIP-Wachstum für 2021 mit 8,1% erscheint nur optisch beeindruckend und rührt her von statistischen Überhängen in 2020.

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft aus dem Corona-Tief dauert länger als erhofft. Die Pandemie hält sich hartnäckig, weltweite Lieferengpässe bremsen Europas größte Volkswirtschaft. Dennoch: Nach dem Absturz der Wirtschaftsleistung um 4,9 % im Jahr 2020 stehen die Zeichen vorsichtig wieder auf Wachstum.

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