Afghanistan: USA raus – China rein (aber anders)

Neben der größten unangetasteten Kupfermine der Welt hat sich China in Afghanistan auch das größte Ölfeld gesichert. Hinzu kommen rund eine Million metrische Tonnen an Seltenen Erden sowie Uran, die in der Provinz Helmand vermutet werden.

Die US-Geologiebehörde vermutet, dass in Afghanistans Böden etwa so viel Lithium wie in Bolivien liegen, dem bisherigen Hauptland für die Ausbeutung des wichtigen Metalls. 

Die Stimmung der Finanzmarktexperten hat sich im August unfreundlich entwickelt.

Demnach sanken die ZEW-Konjunkturerwartungen den dritten Monat in Folge unerwartet deutlich auf 40,4 Punkte nahe dem Tiefststand aus dem Winter, gleichzeitig hat sich die aktuelle Lage verbessert – allerdings bereits langsamer als noch zuletzt. Das Ergebnis der ZEW-Umfrage ist demnach als Warnsignal für die konjunkturelle Entwicklung im 2. Halbjahr aufzufassen. Für das später im Monat zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklima ergibt sich eine ähnliche Indikation. Noch kommt es aufgrund des Wegfalls der meisten Restriktionen zu einem kräftigen Rückpralleffekt nach oben. Doch die Aussichten könnten sich schnell eintrüben und die noch vorhandene Zuversicht wieder schwinden, wenn die Eindämmung von Virusmutanten nicht gelingen sollte. Die EZB ist jedenfalls gut beraten, vorerst kühlen Kopf zu bewahren und erst eine nachhaltige Erholung abzuwarten. Sie hat angesichts der Konjunkturdynamik und der Inflationsgefahren auch viel weniger Anlass als die Federal Reserve beim Blick auf die USA.

Künftig bietet die Targobank keine Tagesgeldkonten und Sparbücher mehr an.

Auch für Bestandskunden gilt das. "Das aktuell schwierige Zins- und Wettbewerbsumfeld und die zuletzt hohen Zuflüsse an Kundeneinlagen" sind laut Targobank die Gründe dafür.

Die Targobank nimmt alle Sparbücher und Tagesgeldkonten aus dem Angebot. Das berichtet der Branchendienst Finanz-Szene.de. Betroffen seien demnach nicht nur Neukunden, auch die rund 3,7 Millionen Bestandskunden könnten diese nicht länger eröffnen. Bestehende Tagesgeldkonten und Sparbücher würden dagegen normal weitergeführt.

Targobank: Seit April gab es Negativzinsen auf neue Sparbücher

Die Targobank begründete die Entscheidung gegenüber dem Finzanz-Portal als "Reaktion auf das aktuell schwierige Zins- und Wettbewerbsumfeld und die zuletzt hohen Zuflüsse an Kundeneinlagen".

Da konnten offenbar auch die Negativzinsen auf Sparbücher nichts ändern, die die Targobank seit Anfang April für Neukunden erhob. Tatsächlich zeigt der Blick in die Spareinlagen der Targobank, dass sie 2019 um 11 Prozent stiegen, im abgelaufenen Geschäftsjahr dann um 13 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro, wie "Finanz-Szene" schreibt.

Die ausstehende Bruttostaatsverschuldung der USA ist seit Anfang März 2020 um mehr als

5 Billionen USD auf 28,4 Billionen USD angewachsen, wo sie seit dem 1. August, als die Schuldenobergrenzen-Farce erneut begann, stagniert. Die brennende Frage ist, wer zum Teufel diese Staatsanleihen gekauft hat und wer sie hält, da jeder, der jetzt welche kauft, von historisch steilen negativen "realen" Renditen erdrückt wird, wobei die VPI-Inflation sogar die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen um 3,5 Prozentpunkte übersteigt.

An den grundlegenden Entwicklungen hat sich in den vergangenen Monaten nichts mehr geändert. Der Rest der Welt zieht sich jedenfalls relativ, meist auch absolut, aus dem Markt für US-Staatsanleihen zurück. US-amerikanische Institutionen, allen voran die Federal Reserve, haben ihre Positionen kräftig ausgebaut. Ein gutes Ende wird diese massive Ausweitung der US-Staatsverschuldung auf bislang in Friedenszeiten unbekannte Höhen jedenfalls kaum nehmen.

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Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Juli 2021 bei +3,8 %. Damit hat sich die Inflationsrate sprunghaft erhöht.

Im Juni 2021 hatte sie noch bei +2,3 % gelegen. Eine höhere Inflationsrate als im Juli 2021 gab es zuletzt im Dezember 1993 mit +4,3 %.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Juni 2021 um 0,9 %.

Wie schnell sich die Koordinaten verschieben, zeigt die Formulierung des "Statistischen Bundesamts" bei der Inflationsrate ohne Energie. Diese sei im Juli bei "nur" 2,9% gelegen. Ein Anstieg von knapp 3,0% ist mittlerweile also fast schon eine vernachlässigbare Größe.

Das Vorurteil, Italien sei der kranke Mann Europas, heißt es in deutschen Medien immer wieder. Und richtig ist: Der italienische Staat wurde jahrzehntelang lausig regiert.

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