Im August 2022 stiegen die Erzeugerpreise in der Industrie gegenüber Juli 2022 im Euroraum um 5,0 % und in der EU um 4, 9% laut Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.

Die Weizenpreise sind nach dem Referendum in der Ukraine auf den höchsten Stand seit drei Monaten gestiegen. Ursache ist die Eskalation des Ukraine-Russland-Konflikts.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im September nochmals erheblich verdüstert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sackte auf 84,3 Punkte ab. Nur zu Beginn der Pandemie blickten die Unternehmen pessimistischer in die nähere Zukunft.

Die Inflationsbekämpfung hat weltweit Priorität, die Zentralbanken zeigen dies nachdrücklich und erhöhen mehrheitlich ihre Leitzinsen. Auf die Federal Reserve folgten mit Zinserhöhungen die Schweizerische Nationalbank, die Bank of England sowie die Notenbanken Norwegens, Indonesiens, der Philippinen und Taiwans.

Waldbesitzer melden seit einigen Wochen, dass die Nachfrage nach Schnittholz deutlich zurückgeht. Viele Waldbesitzer mussten bei den Preisverhandlungen mit der Sägeindustrie deutliche Preisabschläge verkraften. Für das dritte Quartal wurden für das Leitsortiment Fichte 2b Preisrückgänge zwischen 20 bis 25 Euro/Fm gemeldet. Dennoch bewegen sich die Holzpreise immer noch auf einem sehr guten Niveau.

Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im August wegen enorm hoher Öl-, Gas- und Stromkosten überraschend in einer nie dagewesenen Stärke angehoben. Die Erzeugerpreise stiegen um durchschnittlich 45,8 %, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im August 2022 bei 9,1 %, gegenüber 8,9 % im Juli. Ein Jahr zuvor hatte sie 3,0 % betragen.

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