Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschärft. 80,2 % der Firmen klagten im März über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.

BASF -Chef Martin Brudermüller hat für den Fall eines Importstopps oder längerfristigen Ausfalls von Gas- und Öllieferungen aus Russland vor beispiellosen wirtschaftlichen Schäden für Deutschland gewarnt.

Die "Wirtschaftsweisen" rechnen in Folge des Kriegs in der Ukraine mit dauerhaft höheren Energiepreisen in Deutschland. Dadurch, dass sich Deutschland unabhängiger von Gas- und Ölimporten aus Russland mache, stiegen langfristig die Kosten. Die Energiepreise werden dadurch strukturell höher bleiben, als sie es vor dieser Krise waren.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen im Februar 2022 die Einfuhrpreise um +26,3% zum Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2021 wurden infolge der Energiepreisentwicklung Düngemittel und Stickstoffverbindungen zu zweieinhalbfach höheren Preisen importiert (+156,2 %).

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen ist im März infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine noch stärker eingebrochen als befürchtet.

Steigende Energiepreise, gestörte Lieferketten, wegbrechende Absatzmärkte: Jeder dritte Mittelständler in Deutschland sieht wegen des Ukraine-Krieges und der Sanktionen gegen Russland Risiken für sein Geschäft.

Russlands Krieg in der Ukraine bremst die Wirtschaft und beschleunigt nach Einschätzung des Ifo-Instituts die Inflation in Deutschland. "Wir erwarten in diesem Jahr nur noch zwischen 2,2 und 3,1 % Wachstum", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo in einem aktuellen Interview. Die Inflation dürfte auf 5,1 bis 6,1 % steigen. Das wäre die höchste Rate seit 1982.

Marktinformationen-Archiv