Die Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung überstiegen die Einnahmen in den ersten drei Quartalen laut Statistischem Bundesamt um € 91,5 Milliarden Gegenüber dem Vorjahr legte das Defizit um € 25,8 Milliarden zu.

Die Statistiker stellten fest, dass sich bei dem Bund der Trend stark gestiegener Zinsaufwände fortsetzte. Sie beliefen sich auf € 39,4 Milliarden, es sind knapp dreimal mehr Zinszahlungen als im Vorjahreszeitraum. Kommentar: Wie kann es sein, dass in der Negativzinsphase (Anomalie, Chance) die Laufzeit des Schuldenportfolios (Duration) nicht massiv ausgeweitet wurde? Gibt es keine Profis in Berlin? Die Wirtschaft verliert immer mehr Boden, wir sind Schlusslicht Europas und der westlichen Welt, das Haushaltsdefizit steigt, 2022 gab es mit US-$ 132 Milliarden die größten Kapitalabflüsse in der Historie der Bundesrepublik. Die Anspruchsgesellschaft wird politisch forciert, die Leistungsgesellschaft nivelliert. Wann werden Ratingagenturen das AAA Rating Deutschlands in Frage stellen? Das verteuerte das gesamte Schuldenwerk Deutschlands und schränkte Raum für diskretionäre Ausgaben weiter ein! Dürfen wir als Bürger, dürfen die Unternehmen erwarten, dass Berlin Abstraktion kann und Komplexitäten unbestechlich als Grundlage der Politik berücksichtigt?

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