Im Haushaltsjahr 2023, das am 30. September endete, belief sich das Defizit des Bundeshaushalts auf fast US-$ 1,7 Billionen - ein Anstieg um US-$ 320 Milliarden (oder 23 %) gegenüber dem Defizit des Vorjahres.

Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben gingen im Vergleich zum Jahr 2022 zurück - die Einnahmen sanken um 9 % bzw. US-$ 457 Milliarden und die Ausgaben um 2 % bzw. US-$ 137 Milliarde. Diese Beträge unterscheiden sich nur geringfügig von den Beträgen, die das Congressional Budget Office (CBO) geschätzt und im letzten Monat in seinem monatlichen Haushaltsbericht erörtert hat. Im Jahr 2023 betrug das Defizit 6,3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Nation. Dieses Defizit ist höher als der 50-Jahres-Durchschnitt von 3,7 % und wurde seit 1946 nur sechs Mal überschritten (von 2009 bis 2012 sowie 2020 und 2021). Verglichen mit der Größe der Wirtschaft ist die Verschuldung der öffentlichen Hand im Jahr 2023 ebenfalls gestiegen - von 95,8 % des BIP am Ende des Haushaltsjahres 2022 auf 97,3 % des BIP. Diese Defizitorgie seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat natürlich ihre Folgen. So dürften die Zinszahlungen auf die US-Staatsschuld nun die Marke von US-$ 1 Billion im Jahr überschritten haben. Sollte die Verschuldung in diesem Tempo weiter gehen, läge die US-Staatsverschuldung (Bund) in einem Jahr bereits deutlich über US-$ 40 Billionen. Man hat aber nicht wirklich den Eindruck, als würde das in den USA viele wirklich kümmern.

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