Die Stimmung der Finanzmarktexperten hat sich im November überraschend deutlich aufgehellt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen machten einen Sprung auf -36,7 Saldenpunkte, und auch die aktuelle Lage wird zumindest etwas besser beurteilt.

Eine Schwalbe macht sicher noch keinen Sommer, aber die Hoffnungen auf eine zeitlich begrenzte Schwächephase scheinen sich zu mehren. Der Hintergrund hierfür dürften das abnehmende Risiko einer bedrohlichen Gasmangellage in diesem Winter, die fiskalischen Maßnahmen zur Abschirmung von Verbrauchern und Unternehmen sowie die Hoffnung auf einen perspektivisch wieder abnehmenden Inflationsdruck sein. Anders als in den USA dürfte in der Eurozone der Höhepunkt der Inflation noch nicht überwunden sein. Die EZB wird im Dezember daher erneut die Zinsen (Leitzins aktuell 2%) anheben, aber beginnen, das Erhöhungstempo etwas zu drosseln.

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