Angesichts der schwierigen Gemengelage kann die Ankündigung der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken, „Wir führen das Land aus der Krise“, als ausgesprochen mutige Wortmeldung gesehen werden.

Tatsächlich mehren sich die Zeichen, dass Deutschland in den nächsten Monaten auf eine Doppelkrise zusteuert. Wirtschaftsforscher warnen zum einen vor einem wirtschaftlichen Absturz, der möglicherweise tiefer ausfällt als während der Corona-Pandemie. Dazu könnte aber auch noch eine Immigrationswelle kommen, die noch heftiger auf uns zurollt als die im Jahr 2015. Das Statistische Bundesamt registrierte bereits im Zeitraum von Februar bis August mehr als 1,8 Millionen Zuzüge nach Deutschland. Darunter etwa 952.000 vor dem Ukrainekrieg Geflohene. Allein in Berlin haben nach Angaben der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey 340.000 mittlerweile ihren Wohnsitz. Giffey sieht die Stadt am Rande der Möglichkeiten zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge und Asylsucher. Wirtschaftlich sieht die OECD Deutschland bereits als Schlusslicht unter den großen Industriestaaten und als größten Verlierer. Laut der Organisation wird Deutschland am härtesten von den wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges getroffen: Unter den Industrieländern droht der Bundesrepublik damit die tiefste Rezession und die höchste Inflation. Konkret erwartet die OECD ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,7 %. Die Inflation wird laut der OECD-Prognose mit 7,5 % die höchste unter den Industrieländern sein.

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