Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im III. Quartal gewachsen. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zu (Schätzung). Diese Daten können nur als überraschend positiv bezeichnet werden.

Offenbar wurde der sommerliche Impuls vor allem von dem privaten Konsum getragen. Leider sieht das gesamte Umfeld derzeit nicht nach einer Fortsetzung moderat positiver Wachstumsraten aus! Die Covid-19-Krise ging quasi übergangslos in die Energiepreiskrise über. Inflationsgetrieben musste die EZB reagieren und die gestiegenen Zinsen belasten zusätzlich die Konjunktur. So rechnen wir für Deutschland für das IV. und I. Quartal mit negativem Wachstum. Die Rezession ist also nur auf das Winterhalbjahr verschoben worden – der „Cold Wind of Change“ kommt halt einfach nur etwas später! Vermutlich müssen wir erst noch den langen dunklen Winter durchschreiten, um eine Ahnung zu bekommen, wie ein Weg aus dieser Krise konkret aussehen könnte.  

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