Laut Reuters plant die Bundesregierung Geschäfte deutscher Unternehmen mit China zu erschweren, um die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von China zu verringern.

Auf dem Maßnahmenkatalog stehen die Kürzung oder Streichung von Investitions- und Exportgarantien für China, der Verzicht auf die Förderung von Messen und Managerfortbildungen und Umlenkung der Kredite der Staatsbank KfW in Projekte in andere asiatischen Länder. Das Wirtschaftsministerium spielt an dieser Stelle, wie bereits auf dem Energiemarkt, Planwirtschaft. Die Umlenkung von Krediten klingt auf dem Papier als Beruhigungspille gut. China ist jedoch unser größter Handelspartner und viele Geschäfte sind nicht einfach mit anderen Ländern ersetzbar. Das hinter der Maßnahme stehende Zielbild, den Handel mit China zu ersetzen, ist für unser Geschäftsmodell illusorisch. Es stellt sich am Ende die Frage, ob wir auf unser Exportgeschäft und dem damit eingehenden Wohlstand aus ideologischen Gründen verzichten wollen. Darüber entscheidet die Politik und alle vier Jahr der Wähler.

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