Deutschland: Erstmalig seit 2008 wies die deutsche Handelsbilanz ein Defizit aus. Es stellte sich auf -1,0 Mrd. EUR (Prognose +2,7 Mrd. EUR) nach zuvor +3,0 Mrd. EUR (revidiert von 3,5 Mrd.). Exporte sanken im Monatsvergleich um 0,5% (Prognose +0,9%), während Importe um 2,7% (Prognose 0,9%) zulegten.

Diese Entwicklung zahlt auf die Folgen der Ukraine-Krise ein. Sollte sie sich fortsetzen, werden die dauerhaft verteuerten Importe bei gleichzeitiger Erosion der Attraktivität als Investitionsstandort neben den Folgen reduzierter Exportmärkte als Konsequenz der Teilung der Welt Flurschäden bisher ungekannten Ausmaßes hinsichtlich der Historie seit 1949 mit sich bringen. Das gilt nicht nur für Deutschland, es gilt für das westliche Europa. Der Sentix-Index für die Eurozone sank per Berichtsmonat Juli von zuvor -15,8 auf -26,4 Punkte (Prognose -19,9) und markierte den tiefsten Indexwert seit Mai 2020.
Die Erzeugerpreise nahmen per Mai im Monatsvergleich um 0,7% (Prognose 1,0%) nach zuvor 1,2% zu. Im Jahresvergleich stellte sich ein Anstieg um 36,3% (Prognose 36,7%) nach zuvor 37,2% ein.

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