Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hält das Vorhaben der Regierung, unabhängig von russischer Energie zu werden, derzeit für nicht umsetzbar.

„Wir sind überzeugt, dass die Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz und für die Unabhängigkeit bei den Energieimporten der richtige Weg sind und – so ehrlich muss man auch sein – das bringt dem Handwerk auch Aufträge. Allerdings weiß die Regierung, dass wir zurzeit nicht leisten können, was die Politik sich vornimmt“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vor allem der Fachkräftemangel sei ein Problem. „Dem Handwerk in Deutschland fehlen mindestens eine Viertelmillion qualifizierte Fachkräfte.“ Jedes Jahr blieben zwischen 15.000 und 20.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Hinzu kämen nun der Materialmangel und die stark steigenden Preise. Dies wirke sich vor allem auf dem Bau aus. „Bei fast allem, was zum Hausbau gebraucht wird, ist die Versorgungslage extrem eng: Die Stahllager sind leer, Dämmstoffe gibt es nur sporadisch.“

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