Freitag, 14.09.2012

Deutsche Wirtschaft erweist sich trotz Eurokrise als erstaunlich gut

Die deutschen Unternehmen haben im Juli 2012 überraschend, sowohl ihre Exporte, als auch ihre Produktion gesteigert.

Damit sind die negativen Erwartungen der Ökonomen nicht eingetreten. Auch im Rahmen einer erwarteten weltweiten konjunkturellen Eintrübung, von der die Experten ausgingen, war in Deutschland nichts zu merken. Insbesondere die Nachfrage aus dem europäischen Ausland ist weiterhin ungebrochen. Ergänzend werden sich die derzeit steigenden Löhne in Deutschland positiv auf die Binnennachfrage auswirken.

Positive Meldungen kommen auch von den Reformländern Portugal und Griechenland, die mit 0,2 bzw. 5,7 % ihrer Arbeitskosten zum Teil deutlich senken konnten. Hieran ist zu erkennen, dass die Reformbemühungen Europas positive Auswirkung haben.

Auch aus Frankreich kommen positive Meldungen. Das Land will die Neuverschuldungsgrenze von 3 % für 2013 einhalten. Deshalb sollen rund € 30 Milliarden eingespart werden. Geplant sind Steuererhöhungen für Reiche und keine weiteren Ausgabenerhöhungen. 

Aber auch aus dem außereuropäischen Ausland kommen positive Meldungen. Wie bekannt wurde, wird Asien konjunkturstimulierende Maßnahmen auf den Weg bringen. Dazu werden € 124 Milliarden vorwiegend in Infrastrukturprojekte investiert, wovon auch europäische Unternehmen profitieren werden. Insbesondere Chinesen greifen gern auf europäisches Know-how zurück. Bei dem vor kurzen stattgefundenen Staatsbesuch von Frau Merkel in China hat deren Regierung weiter bekräftigt, den Reformprozess in der Europäischen Union unterstützen zu wollen. Dazu wurde jetzt ein asiatisches Konjunkturprogramm angekündigt.

Autor: Marc Philipp Brandl

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