Die Importpreise waren im März 2022 um 31,2 % höher als im März 2021. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im September 1974 im Rahmen der ersten Ölkrise gegeben (+32,6 % gegenüber September 1973).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im Februar 2022 bei +26,3 % gelegen, im Januar 2022 bei +26,9 %. Gegenüber dem Vormonat Februar 2022 stiegen die Importpreise im März 2022 um 5,7 %. Die aktuellen Daten spiegeln bereits erste Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wider. Und die Schere zwischen den rasant steigenden Importpreisen und den auf deutlich niedrigerem Niveau anziehenden Exportpreisen ist weiterhin weit geöffnet und übt einen starken Margendruck auf die exportorientierte Industrie aus. Die Euroschwäche ist dahingehend eine leichte Hilfe. Berücksichtigt man aber die negativen Effekte der Euroschwäche auf die Importpreise, wird für die überwiegenden Teil der Wirtschaft, insbesondere des verarbeitenden Gewerbes, der Nettoeffekt der Euroschwäche eher nicht positiv sein.

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