Auf der letzten FOMC-Sitzung in der 4. KW wurde angesichts der hohen Inflationsrate und eines robusten Arbeitsmarktes eine „baldige“ Zinsanhebung angekündigt. Demnach ist mit einem ersten Zinsschritt im März klar zu rechnen, gefolgt von weiteren im Verlauf des Jahres.

Das Ankaufprogramm wird nicht vorzeitig beendet, sondern bis März fortgeführt. Offenbar möchte die Notenbank bei der derzeit angespannten Lage auf den Finanzmärkten nicht noch weiter Öl ins Feuer gießen. Es gab aber Signale für ein Quantitative Tightening in der 2. Jahreshälfte. Interessant war Powells Vergleich zu früheren Phasen mit Leitzinswenden: Seiner Meinung nach sind aktuell Konjunktur und Arbeitsmarkt deutlich stärker und die Inflation viel höher als sonst. Entsprechend hätten diese Unterschiede wichtige Implikationen für das zu erwartende angemessene Tempo der Leitzinsanhebungen, was aber wieder datenabhängig sein wird. In der Summe: Mr. Nice Guy Powell wird ungemütlich!

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