Die deutsche Wirtschaft blieb im Sommer trotz der Industrieschwäche auf Wachstumskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte erneut kräftig um 1,8 % gegenüber dem Vorquartal zu, die Jahresrate reduzierte sich wegen eines Basiseffekts deutlich auf 2,5 % Y/Y.

Vor allem Dienstleister und Handel profitierten noch einmal stark von den niedrigen Infektionszahlen und den Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen, der private Konsum trug erneut kräftig zum Wachstum bei. Die Industrie hingegen befindet sich im Zangengriff von Knappheiten und deutlich steigenden Energiepreisen, zwischen guter Auftragslage und gedrosselter Produktion klafft eine immer größere Lücke. Dies belastet den Ausblick für das Winterhalbjahr, die Wachstumsdynamik wird sich bereits in Q4 deutlich verringern. 

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