Jerome Powell hat anlässlich seines Auftritts in Jackson Hole keine ganz klaren Signale bezüglich einer Neuausrichtung der US-Geldpolitik liefern wollen. Offensichtlich sieht der Notenbankchef den Bedarf, sich in der näheren Zukunft eine möglichst große Flexibilität zu bewahren.

In der Tat hat Powell eine gute Möglichkeit zur Schaffung von mehr Transparenz bezüglich der weiteren Pläne des FOMCs ungenutzt verstreichen lassen. Das ist aus einer bestimmten Perspektive heraus betrachtet bedauerlich – zumal die Reduktion der Fed-Wertpapierkäufe sehr wahrscheinlich noch im Jahr 2021 starten wird. Die internationalen Aktienmärkte feiern nun zwar regelrecht das Ausbleiben eines konkreten Zeitplans, ob dies jedoch wirklich eine gute Nachricht ist, kann durchaus auch hinterfragt werden. Auch die Lemminge interessieren sich zunächst nicht dafür, was direkt hinter der nächsten Klippe liegt. In jedem Fall haben die in der näheren Zukunft zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten nach den Worten von Jerome Powell nun wohl noch eine größere Bedeutung für die Märkte.

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