Im II. Quartal 2021 verzeichnete das Land einen BIP-Anstieg um 1,3% Q/Q. Bei der Betrachtung der Jahresrate – 7,9% nach 18,3% - gilt zu bedenken, dass China nach dem Corona-bedingten Wachstumseinbruch von -9% Q/Q im I. Quartal 2020 fünf Zuwächse in Folge (mit 10,0%, 2,8%, 3,0%, 0,4% und nun 1,3%) folgten.

Die Aufholphase nach oben wird nun wieder abgelöst von einem bereits jahrelang zu beobachtenden quartalsweisen Zuwachs mit einer ziemlich konstanten Rate um die 1,5% Q/Q (entspricht einer Jahresrate von 6%). Perspektivisch dürfte das 2. Halbjahr eher von einer marginalen Verlangsamung des Wachstumstempos geprägt sein, wenn sich der (vorher aufgestaute) Konsum verringert, die Exportdynamik nachlässt und der Anstieg der Rohstoffpreise auf die Nachfrage dämpfend auswirkt. Auch sollten restriktivere Regelungen auf dem stark boomenden Immobilienmarkt im Auge behalten werden. Die ab heute gültige von der PBoC vorgenommene Senkung des Mindestreservesatzes (RRR) auf 12,0% lässt erkennen, dass die Notenbank durchaus die Nachhaltigkeit des Aufschwungs nun im Blick hat

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