Die Stimmung der Finanzmarktexperten hat sich im Juli erfreulich entwickelt: Demnach sanken zwar die ZEW-Konjunkturerwartungen den zweiten Monat in Folge leicht auf immer noch sehr hohe 63,3 Saldenpunkte, gleichzeitig hat sich die aktuelle Lage aber erheblich verbessert.

Das Ergebnis der ZEW-Umfrage ist damit als positiv zu bezeichnen. Für das später im Monat zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklima ergibt sich damit eine positive Vorlage. Auch andere Indikatoren bestätigen eindeutig die Signale der Stimmungsindikatoren, wonach nun in den Sommermonaten aufgrund des Wegfalls der meisten Restriktionen mit einem kräftigen Rückpralleffekt nach oben zu rechnen ist. Entsprechend notieren die Aktienindizes nahe ihrer Höchststände. Da aufgrund der Gefahren von Virusmutanten die Unsicherheit aber hoch bleibt, dürften die Notenbanken zunächst an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, was die Renditen nicht steigen lässt. Die Frage für den nächsten Winter bleibt, wie gut die Impfungen gegen Mutationen wirken. Sollte dies nur noch in einem deutlich geringen Umfang der Fall sein, wäre die Zuversicht wieder in Gefahr.

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