Das verarbeitende Gewerbe erleidet derzeit Einbußen, weil Rohstoffe und Vorprodukte fehlen. Laut Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) belaufen sich die Verluste auf ca. 5 % der Wertschöpfung, was auf Jahressicht € 25 Milliarden entspricht.

Hochgerechnet auf die gesamte Wirtschaftsleistung macht das etwa 1 % des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Schätzungen legen nahe, dass die deutsche Industrieproduktion mindestens 5 % höher sein könnte, als sie es derzeit ist, wenn ausreichend Produktionsmaterialien und Zwischenprodukte zur Verfügung stünden. Vielleicht erweisen sich die Lieferengpässe nachträglich sogar als kleiner Glücksfall, sofern diese ein deutliches Überhitzen der Konjunktur verhindern würden. Denn die weiterhin bestehende massive Unterstützung der Wirtschaft durch die EZB und die Hilfsprogramme der Staaten ist trotz der vielen Unwägbarkeiten konjunkturell nicht mehr argumentierbar.

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