Die Erzeugerpreise stiegen im Mai so schnell, wie seit fast 11 Jahren nicht mehr. Der Anstieg um 6,6 % war der größte 12-Monats-Anstieg des Index, seit das Bureau of Labor Statistics im November 2010 mit der Erfassung der Daten begann.

Auf Monatsbasis stieg der Erzeugerpreisindex um 0,8 % und lag damit über der Schätzung von 0,5 %. Erhebliche Preiserhöhungen auf der Herstellerseite kamen von Nichteisenmetallen, die in diesem Monat um 6,9 % anstiegen. Auch die Preise für Getreide stiegen um 25,7 %, während Ölsaaten um 19,5 % und Rindfleisch um 10,5 % zulegten. Die Einzelhandelsumsätze im Mai rutschten dagegen um 1,30 % nach unten. Erwartet war ein Rückgang von nur 0,60 %. Dafür wurden die April-Daten von 0,00 % auf +0,90 % im Nachhinein korrigiert. Die Inflation, die schon lange spürbar ist, sehen wir nun schwarz auf weiß in den eintreffenden Wirtschaftsdaten. Was die Notenbanken seit Jahren vergeblich versucht haben zu kreieren, scheint nun voll durchzuschlagen.

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