Die griechische Wirtschaft ist im ersten Quartal trotz Corona-Pandemie kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt legte von Januar bis März um 4,4 % zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Elstat in Athen mitteilte.

Dafür sorgten steigende Exporte und höhere Investitionen. Bereits im Vorquartal hatte es mit 3,4 % ein deutliches Plus gegeben. Griechenland ist damit ein besserer Jahresauftakt gelungen als den meisten anderen Euro-Ländern. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal wegen der teils umstrittenen Maßnahmen im Kampf gegen die dritte Corona-Welle um 1,8 %. Die Industriestaaten-Organisation OECD traut Griechenland in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,8 % zu, nachdem es 2020 einen Einbruch von 8,2 % gegeben hatte. "Die Lockerung der Reisebeschränkungen wird voraussichtlich die Dienstleistungsaktivitäten und Exporte unterstützen", erklärte die OECD in ihrem Wirtschaftsausblick. "Die Bedeutung des Tourismus macht die Aussichten Griechenlands besonders abhängig von erfolgreichen Impfkampagnen weltweit." Auch steigende Auszahlungen des EU-finanzierten Konjunkturprogramms an Griechenland dürften die Konjunktur anschieben.

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