Wie Bloomberg in dieser Woche berichtet hat, sind die weltweiten Schulden im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau von US-$ 281 Billionen gestiegen, US-$ 24 Billionen mehr als im Jahr 2019 (+9,33%).

Mit diesen Zahlen kann man recht wenig anfangen. Setzen wir die Schulden aber in Relation zum weltweiten Brutto-Inlandsprodukt, dann wird die missliche Lage klarer. Die weltweite Verschuldung hat ein Niveau von 355% vom weltweiten GDP erreicht. Stark vereinfacht könnte man die Situation auch so beschreiben: Eine Firma macht pro Jahr 100 Million Umsatz, hat aber 355 Millionen Schulden. Da Umsatz nicht gleich Gewinn ist und die Schulden auch Kapitaldienst erfordern, sieht man eigentlich recht schnell, dass diese Firma keine Chance mehr hat, diese Schulden jemals zurückzubezahlen, es sei denn ein Wunder geschieht. Da es sich hier um ein globales Problem handelt, muss man auch davon ausgehen, dass alle Notenbanken weltweit daran arbeiten werden, diese "Firma" nicht gegen die Wand zu fahren. Eine Kontrolle der Zinskurve durch die FED wird daher der nächste Schritt sein müssen, zeigt sich der Markt weiterhin so "unvernünftig".

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