Donnerstag, 02.08.2012

Wieder eine positive Nachricht aus der Eurozone - Irland kann seine langfristigen Anleihen wieder platzieren!

Irland ist auf dem besten Weg sich wieder von den internationalen Hilfsprogrammen loszureißen.

Letzten Donnerstag platzierte das Land zum ersten Mal wieder, seit 2010, Anleihen mit einer langen Laufzeit (5 bzw. 8 Jahre) und nahm überraschend damit € 4,2 Milliarden ein. Wie der Finanzminister Irlands, Michael Noonan, betonte sei diese Platzierung ein wichtiger Schritt zurück zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Landes. Interessiert an den Anleihen waren vor allem ausländische Investoren. Überraschend groß war das Interesse aus den USA. 

Die Zinsen für die Papiere betrugen 5,9 % bzw. 6,1 %. Wenn man berücksichtigt, dass diese Zinsen zwar deutlich höher sind, als diejenigen für die Kredite aus dem Rettungspaket (diese betragen 3 %), dann ist doch umso erstaunlicher, dass Spanien mit einer deutlich größeren Wirtschaftsleistung vergangene Woche für 5-jährige Staatsanleihen 6,4 % Zinsen bezahlen musste.

Sollte Irland etwa das erste Beispiel aus der Eurozone sein, in dem sich die internationalen Hilfsprogramme positiv auswirken?

Autor: Marc Philipp Brandl

Marktinformationen-Archiv