“Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise belasteten weiterhin das Steueraufkommen”, heißt es im Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums. Die Steuereinnahmen fielen demnach um 7,0 % auf € 47,5 Milliarden.

Im Zeitraum Januar bis November 2020 belief sich das Minus beim Fiskus auf 8 % - bei Einnahmen von € 589 Milliarden. Die Einnahmen aus der Lohnsteuer sanken im November um 5,7 % binnen Jahresfrist. “Hierzu trug unter anderem auch der Anstieg der Kurzarbeiterzahlen aufgrund des Teil-Lockdowns bei.” In den ersten elf Monaten wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von € 133,6 Milliarden aus. Neben den geringeren Einnahmen schlagen sich die Corona-Hilfen in deutlich höheren Ausgaben nieder. Allerdings spart der Bund wegen der niedrigen Zinsen derzeit an anderer Front: Die Zinsausgaben lagen bis einschließlich November bei € 4,9 Milliarden und damit rund 59 % unter dem Vorjahreszeitraum.

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