Der Asien-Pazifik-Raum bildet nach dem Durchbruch der Verhandlungen in den vergangenen Tagen die größte Freihandelszone der Welt. Zölle auf 90 Prozent der gehandelten Güter werden abgeschafft. Das stimuliert das grenzüberschreitende Wachstum.

Zwei Drittel des Dienstleistungssektors will man füreinander und dann gleich vollständig öffnen. Das erhöht den Wettbewerb und schafft für die nationalen Dienstleister Raum zur Expansion. 15 Staaten, die rund 30 % der globalen Wirtschaftsleistung und rund 2,2 Milliarden Einwohner auf sich vereinen, verschmelzen zu einem Wirtschaftsblock. Asien wird damit zum dominanten Spieler des beginnenden 21. Jahrhunderts. Erst im Kontrast zum Tun und Treiben der Europäischen Union erkennt man allerdings die komplette Tragweite der Ereignisse. Der asiatische Kontinent schreibt seine Aufstiegsstory bei der das Schlüsselwort „wealth creation“ lautet: Wohlstandserzeugung. Wir in Europa hingegen sind teilnehmende Beobachter einer Abstiegsgeschichte, die auch dann eine Abstiegsgeschichte bleibt, wenn es sich nur um eine relative Verschiebung der ökonomischen Gewichte handelt. Wir wachsen, aber die anderen wachsen schneller.

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