Die Stimmung der deutschen Unternehmen, die Geschäfte mit dem Ausland machen, wird in der Corona-Krise immer schlechter. Von einer schnellen Erholung geht inzwischen kaum noch eine Firma aus.

Stattdessen ist von einem „Aderlass“ bei der Beschäftigung die Rede. In der für Deutschland besonders wichtigen Exportwirtschaft hat sich die Einschätzung der Lage im Vergleich zum April noch einmal verschlechtert. So erwarten nun laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter rund 3300 Unternehmen 83 % der Firmen einen Umsatzrückgang in diesem Jahr. Im April lag dieser Wert noch bei 79 %. „Die Krise ist stärker und wird langwieriger sein als erwartet“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Das von vielen Ökonomen erhoffte sogenannte V-Szenario, bei dem auf einen drastischen Einbruch der Wirtschaftsleistung eine ebenso steile Erholung folgt, hält Treier inzwischen nicht mehr für realistisch. „Das V-Szenario in der Konjunkturerholung ist vom Tisch“, sagt er.