Die Konsumentenpreise in den USA gingen im April deutlich um -0,8% M/M zurück. Entsprechend fiel die Inflationsrate von 1,5% auf 0,3% Y/Y.

Insbesondere die Energiepreise waren dafür mitverantwortlich. Auch die Kerninflationsrate ging zurück – wenngleich weniger deutlich, da die anziehenden Nahrungsmittelpreise wie auch die Wohnausgaben stabilisierten. Die Nachfrage der Konsumenten ist im Zuge der Ausgehbeschränkungen und Kontaktverboten eingebrochen, was die Anbieter zu massiver Preisnachlässen bei den Gütern, die überhaupt noch zur Verfügung stehen, treibt. Für die kommenden Monate ist eine Jahresrate von unter Null durchaus im Bereich des Möglichen. Man kann also eine gewisse Art von Deflation nicht ganz ausschließen. Ob diese dann als nur temporär oder anhaltend zu bezeichnen ist, wird von dem weiteren Verlauf der Ansteckungszahlen, der Lockerungsmaßnahmen beim Lockdown und einer Konjunkturstabilisierung abhängen.