Lange wurde spekuliert, nun ist es amtlich - die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel arbeitet derzeit an einem digitalen Euro sowie 16 weiteren offiziellen Kryptowährungen. Dies geht aus dem neuesten Quartalsbericht des Finanzhauses hervor.

In Zeiten von Bitcoin und Ethereum sowie Apple Pay, PayPal, Alipay von Alibaba und Libra von Facebook schwindet nicht nur der Einsatz von herkömmlichen Bargeld, sondern natürlich auch die Schlüsselrolle der Zentralbanken, welche aufgrund dieser privatwirtschaftlichen Entwicklungen eine immer geringere Rolle im globalen Zahlungsverkehr spielen. Diesem stetigen Entwicklungsprozess möchten die internationalen Währungshüter jedoch nicht tatenlos zusehen und arbeiten aufgrund dessen nun selbst an digitalen Zentralbankwährungen, den sogenannten CBDCs (central bank digital currencies). Also einer digitalen Form von Geld, welches sich von dem herkömmlichen Guthaben auf den traditionellen Reserve- und Abrechnungskonten, welches die Geschäftsbanken bei der Zentralbank verwahren, unterscheidet. Denn die Zentralbanken fürchten sich zunehmend vor der marktbeherrschenden Stellung von privaten Zahlungsnetzwerken und den damit verbundenen neuen und nicht kalkulierbaren Risiken für das Finanzsystem. Darüber hinaus erkennen die Zentralbanker ebenfalls, dass derartige private Netzwerke den geldpolitischen Einfluss ihrer eigene Institution zunehmend verringern. Es kommen wohl auch hier interessante Zeiten auf uns zu.