Die japanische Zentralbank hat das nationale Finanzsystem angesichts der Virus-Krise mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Wie die Notenbank in Tokio mitteilte, wurde den Banken der übergangsweise Ankauf von Staatsanleihen im Wert von 500 Milliarden Yen (etwa € 4,2 Milliarden) angeboten.

Verkaufen die Banken Staatsanleihen in ihrem Besitz, erhalten sie im Gegenzug liquide Mittel. Es ist die erste vergleichbare Aktion seit dem Jahr 2016. Zuvor hatte Notenbankchef Haruhiko Kuroda geldpolitische Unterstützung signalisiert. Die globalen Finanz- und Kapitalmärkte seien zuletzt instabil gewesen, heißt es in einer Erklärung. Grund sei die wachsende Unsicherheit wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Bank of Japan werde die Entwicklung genau verfolgen, ausreichende Liquidität zu Verfügung stellen und Finanzstabilität gewährleisten.