Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer ersten Sitzung im Jahr 2020 die geldpolitischen Parameter wie Leitzinsen, Ankaufvolumen und Forward Guidance erwartungsgemäß unverändert gelassen.

Zwar sieht die Notenbank erste Zeichen einer moderaten Erholung, die Risiken bleiben aber eher abwärts gerichtet. Vorerst wird die EZB an ihrer Geldpolitik festhalten. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr auf der ersten Strategieüberprüfung seit 2003. Ergebnisse sind frühestens zum Jahresende zu erwarten. Adjustierungen sind sicher gewollt, ein Paradigmenwechsel zeichnet sich derzeit aber nicht ab. Die EZB muss vielmehr aufpassen, dass sie sich angesichts der Vielzahl von Fragestellungen nicht verzettelt. Die Rahmenbedingungen lassen sich nicht durch eine neue Strategieformulierung verändern. Insofern sollte die EZB vor allem ihre Kommunikationsstrategie und einzelne Instrumente überprüfen.