Die größte deutsche Volksbank, die Berliner Volksbank, ist weiter auf Sparkurs. Das Geldhaus hat im vergangenen Jahr 14 von rund 75 Filialen geschlossen, zudem sank die Zahl der Mitarbeiter um mehr als 140 und damit um rund acht Prozent auf etwa 1650 Personen.

Sowohl der geplante Wegfall personenbesetzter Geschäftsstellen als auch ein angepeilter Jobabbau war bereits bekannt. Beides zeigt jedoch, unter welchem Veränderungsdruck traditionelle Kreditinstitute stehen. Auch andere private und genossenschaftliche Banken sowie Sparkassen schließen Filialen in großem Stil und bauen Jobs ab. Gleichwohl ist der Rückgang bei der Berliner Volksbank besonders stark. Binnen drei Jahren hat sie rund 40 Filialen von zuvor gut 100 Geschäftsstellen gestrichen. „Das veränderte Kundenverhalten stellt uns vor große Herausforderungen“, sagte Carsten Jung, der seit Jahresbeginn an der Spitze des Geldhauses steht. Zwar seien Beratungsleistungen weiterhin stark nachgefragt, die Filialen würden aber weniger besucht. Auch die Stellenstreichungen hatte die Volksbank vor einem Jahr damit begründet, dass Kunden immer seltener in die Geschäftsstellen kämen. 2017 waren bereits rund 80 Stellen weggefallen. Die Genossenschaftsbank versucht, mit einem Bank-Bus, der über Land fährt, sowie Video-Beratung und Chat per WhatsApp den direkten Kontakt zu den Kunden dennoch möglichst zu halten.