Im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) machen sich Bedenken breit wegen der langen Phase niedriger und teils negativer Leitzinsen.

Einige Notenbanker hätten sich besorgt zu den Nebenwirkungen einer derartigen Geldpolitik geäußert, heißt es in der veröffentlichten Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung der EZB. Negative Auswirkungen könnten sich insbesondere für die Gewinnsituation der Banken und die Finanzstabilität ergeben, heißt es in dem Protokoll. Auf der jüngsten Zinssitzung hatte die EZB ihr Signal für anhaltend niedrige Zinsen wegen der gegenwärtigen Konjunkturschwäche bis Ende 2019 verlängert. Einige Notenbanker wären gerne noch weiter gegangen und hätten das Zinssignal auf das erste Quartal 2020 ausgeweitet, wie aus der Mitschrift hervorgeht.