Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, als er bekannt gab, dass dem Bundeshaushalt in den kommenden Jahren € 25 Milliarden fehlen könnten.

Viele sahen die heilige Kuh der Finanzpolitik, die schwarze Null, gefährdet und forderten umgehend einen Sparkurs. Dabei muss Deutschland endlich weg davon, Sparen und die Vermeidung von Schulden als Selbstzweck zu verstehen. Denn die gegenwärtige Finanzpolitik von Bund, Ländern und Kommunen setzt Deutschlands wirtschaftliche Zukunft aufs Spiel. Allein die Kommunen haben einen Investitionsstau von fast € 160 Milliarden und trotz des Digitalpakts gibt Deutschland noch immer deutlich weniger für Bildung aus als vergleichbare Länder. In der Verkehrsinfrastruktur fehlen jedes Jahr 7 bis 10 Milliarden Euro und ohne staatliche Investitionen wird Deutschland keine moderne digitale Infrastruktur bekommen. Dies alles kostet Wachstum und Wohlstand. Es ist höchste Zeit für ein grundlegendes Umdenken und eine nachhaltige Investitionsoffensive.