Sonntag, 19.07.2015

IWF senkt globale Wachstumsprognose - Schuld ist allerdings nicht Asien, sondern die USA.

Kürzlich sah sich der Internationale Währungsfonds (IWF) gezwungen, seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft, von 3,5 % auf 3,3 %, zu senken. 

Wie viele vermuten würden, liegt dieses allerdings nicht an einem schwächeren Wachstum in Asien, sondern wurde maßgeblich durch die Korrektur der Prognose der US-Wirtschaft ausgelöst. War der Ausblick im Oktober 2014 auf das Jahr 2015 noch von einem Wachstum von 3,6 % gekennzeichnet, verringerte der IWF jetzt seine schon einmal gesenkte Prognose von 3,1 % auf 2,5 %. Klar, dass die Folge hiervon auch eine Verringerung des weltwirtschaftlichen Wachstums ist. Berücksichtigt man, dass die US-Notenbank ihre Prognose für die eigene Volkswirtschaft nochmals auf 1,8% - 2,0% senkte, wird sich der IWF noch einmal mit dem weltwirtschaftlichen Wachstum beschäftigen müssen. 

Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich die US-Wirtschaft einmal mehr überschätzt. Ich denke trotzdem, dass das weltwirtschaftliche Wachstum am Ende dieses Jahres zwischen 3,5 und 4 % liegen wird, da Asien und Südamerika deutlich unterschätzt werden.

Autor: Marc Philipp Brandl

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