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Mittwoch, 25.03.2015

IWF sieht weiteres Wachstum der Weltkonjunktur.

Der internationale Währungsfonds (IWF) sieht eine durchweg positive Wirtschaftsentwicklung in den großen Industrienationen. 

Dazu sagte IWF-Chefin, Lagarde: "Erstmals seit einer längeren Zeit gibt es einige bessere Neuigkeiten, die sich am Horizont abzeichnen für die fortgeschrittenen Länder." Insbesondere für die US-Wirtschaft zeichnet sich, ihrer Meinung nach, ein klares Wiedererstarken ab. Aber auch die Eurozone und Großbritannien sieht sie auf dem Weg für eine verbesserte wirtschaftliche Situation. Dabei stellte sie in Aussicht, dass das erst kürzlich gesenkte Wachstumsziel für Europa doch höher ausfallen könnte, als vom IWF erwartet. 

Es ist für mich schon schwierig ihre Sichtweise der wirtschaftlichen Entwicklung von den USA und Europa nachzuvollziehen, da die Fakten eine ganz andere Sprache sprechen. Ich stelle im ersten Schritt fest, dass der Euro, gegenüber dem US-Dollar, im Laufe eines Jahres um 25 %! verlor. Auf der anderen Seite sprechen aber die reinen Zahlen eine ganz andere Sprache. 

Haushalt 2014:                                                     Eurozone -2,9%    USA -5,5%
Haushalt 2014 - konjunkturell bereinigt:            Eurozone -1,2%    USA -4,0%
Primärhaushalt 2014:                                           Eurozone -0,4%    USA -3,4%
Primärhaushalt 2014 - konjunkturell bereinigt:  Eurozone +1,2%   USA -1,9%
Die Prozentzahlen verstehen sich in Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Bei derartigen Zahlen stellt man sich die Frage, wie die IWF-Chefin zu der Einschätzung kommt, dass die USA eine stärkere Wachstumsdynamik erzeugen würden als die Eurozone. Meiner Meinung nach, ist die Haushaltslage in der Eurozone deutlich besser als in den USA. Oder wird hier die Finanzmacht der USA für politische Zwecke missbraucht?

Autor: Marc Philipp Brandl

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