Donnerstag, 20.11.2014
Was muss noch passieren, damit Banken verurteilt werden?
Es geht mal wieder um die "Seriosität" von Banken.
Nachdem fünf Großbanken in eine Manipulationsaffäre verwickelt waren, hat man sich auf einen Vergleich mit den Kreditinstituten geeinigt. Demnach müssen diese fünf Großbanken eine Geldstrafe von etwa USD 3,4 Milliarden zahlen. Eine große Summe, aber für fünf Großbanken wohl eher eine Kleinigkeit. Zum Hintergrund: Nach den Ermittlungen der Aufsichtsbehörden, sowohl in der Schweiz, den USA und Großbritannien, haben diese fünf Kreditinstitute die Referenzkurse zum Schaden ihrer Kunden manipuliert. Interessanterweise ist keine Aufsichtsbehörde aus den genannten Staaten aktiv geworden. Betroffen von den Strafen sind die Royal Bank of Scotland, UBS, JP Morgan, Citigroup und HSBC.
Einmal mehr sind Banken mit einem "blauen Auge" davongekommen. Der Vergleich, der für die fünf Großbanken einen eher unwesentlichen Betrag darstellt, dürfte deutlich einfacher zu verdauen sein, als ein noch größerer Imageschaden. Ich stelle mir nur die Frage, wie viele Bankenskandale es noch geben muss, damit Großbanken endlich für ihre Vergehen auch verurteilt und bestraft werden.
Autor: Marc Philipp Brandl