Bundesfinanzminister Lindner warnt vor einer sich verstärkenden Inflation durch deutlich steigende Löhne und Gehälter (Preis/Lohnspirale). In der Tat steht dieses Risiko im Raum. Ziel der Arbeitsnehmer ist es verständlicherweise, die Kaufkraft und den erreichten Wohlstand stabil zu halten.

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ging im April um 13.000 zurück, damit verblieb die Arbeitslosenquote mit einem Wert von 5 % auf dem Niveau vor der Pandemie. Analysten hatten mit einem Rückgang um 15.000 gerechnet, der Rückgang selbst ist der geringste seit April 2021.

Während die Düngerindustrie satte Gewinne einstreicht, fressen die Düngerkosten bei den Bauern einen großen Teil der Erlöse. Zwar muss auch die Düngerindustrie mit sehr hohen Kosten leben, doch die Gewinne waren noch höher.

Im März 2022 stiegen die Erzeugerpreise in der Industrie gegenüber Februar 2022 im Euroraum um 5,3 % und in der EU um 5,4 %, laut Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im Februar 2022 waren die Preise sowohl im Euroraum als auch in der EU um 1,1 % gestiegen.

Die Importpreise waren im März 2022 um 31,2 % höher als im März 2021. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im September 1974 im Rahmen der ersten Ölkrise gegeben (+32,6 % gegenüber September 1973).

Die deutschen Autobauer werden einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr wegen Problemen mit der Teileversorgung rund 700.000 Autos weniger fertigen können als zu Jahresanfang geplant.

Einen traurigen Rekord haben die USA mit ihrem Handelsbilanzdefizit von US-$ 859 Milliarden für das Geschäftsjahr 2021 verkünden müssen. Alleine US-$ 355 Milliarden (plus 45 Mrd. gegenüber Vorjahr) entfallen auf China und etwa US-$ 220 Milliarden (plus 35 Mrd.) auf die EU.

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