Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im vergangenen Jahr deutlicher gestiegen als von Experten erwartet. Sie legten um gut 7 % oder knapp € 54 Milliarden auf € 814,9 Milliarden zu, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Die Bundesregierung sieht die Gefahr einer tiefen Rezession in Deutschland infolge des Ukraine-Kriegs und hoher Energiepreise gebannt. Es sei gelungen, eine schlimme Wirtschaftskrise abzuwenden, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin.

Wirtschaftlich fällt Deutschland von Jahr zu Jahr weiter zurück – sowohl absolut als auch im Vergleich zu anderen Ländern. Nur die Ranglistenplatz unterscheiden sich geringfügig, je nachdem, welches Institut gerade die Standortstärke nach welchen Kriterien untersucht.

Spannende Daten liefert das Statistische Bundesamt (Destatis) mit seinem Produktionsindex der deutschen Industrie, darunter der Subindex für die chemische Industrie. Zuletzt im November 2022 sank der Output bei der Herstellung chemischer Erzeugnisse um -20,6 % zum Vorjahresmonat.

Sie präsentieren sich zum Abschluss des Jahres 2022 schwach. In Zahlen ausgedrückt ist diese Zeitreihe im Dezember um 1,1 % M/M gefallen. Eine klare Schwäche zeigt sich in vergleichsweise vielen Kategorien.

Dem Minus im BIP von 2,7 % Q/Q im II. Quartal und dem Plus von 3,9 % Q/Q im III. Quartal folgte nun im IV. Quartal 2022 eine Veränderungsrate von 0,0 % Q/Q. Die monatlichen Konjunkturzahlen hatten eher einen BIP-Rückgang signalisiert, so dass die Stagnation schon positiv überrascht.

Deutschland rutscht ans Ende der ZEW-Liste attraktiver Wirtschaftsstandorte Im internationalen Länderranking, das seit 2006 vom ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim) ermittelt wird, ist Deutschland ist laut einem Vorabbericht in der Rangliste attraktiver Wirtschaftsstandorte auf einen der letzten Plätze abgerutscht.

Marktinformationen-Archiv