Was passiert, wenn der Staat in die Wirtschaft eingreift, kann man derzeit am Energiemarkt studieren. Wir erleben den Anfang einer staatlich gewollten Preis-Orgie.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat eine Studie in Auftrag gegeben, die zu dem Ergebnis kommt, dass rund € 8 Billionen investiert werden müssen, um Deutschland bis 2045 zu einem klimaneutralen Staat zu machen.

Deutschland droht ein Bibber-Winter wie selten zuvor und das auf Kosten der Verbraucher: Ein Durchschnittshaushalt zahlt (Preisstand August) in diesem Jahr € 4063 für Energie (Heizung, Strom, Sprit). 2020 waren es € 3411. Mehrkosten: € 652!

Im Vereinigten Königreich wird für E-Autos bald zu Hochlastzeiten der Zugang zum Stromnetz gekappt. Damit möchte man verhindern, dass zu Stoßzeiten das Netz überlastet wird. Für mehrere Stunden können die Autos der Bürger dann nur noch an öffentlichen Ladesäulen und Schnellladern geladen werden.

"Ich bin dagegen und glaube nicht, dass wir sie ernsthaft in Betracht ziehen sollten", sagte US-Finanzministerin Janet Yellen kürzlich in einem CNBC-Fernsehinterview. "Es ist wirklich eine Spielerei". Die Ausgabe einer 1-Billion-Dollar-Platinmünze wäre "gleichbedeutend mit der Aufforderung an die Federal Reserve, Geld zu drucken, um Defizite zu decken".

In Deutschland musste erstmals seit Langem ein Kohlekraftwerk den Betrieb einstellen, weil keine Kohle mehr verfügbar war. Wie Bloomberg berichtet, musste die Betreibergesellschaft Steag am Wochenende das Werk Bergkamen-A außerplanmäßig abschalten. Wann der Betrieb wiederaufgenommen werden kann ist nicht absehbar.

"Die Einlagen nicht finanzieller Unternehmen wurden 2020 in noch größerem Umfang als in den Vorjahren negativ verzinst", resümiert die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht September. "Die durchschnittliche Einlagenverzinsung bei privaten Haushalten lag 2020 zwar weiterhin im positiven Bereich, war aber ebenfalls weiter rückläufig."

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