Es sollte eine große Offensive werden: Mehrere Wasserstoff-betriebene Transporter von Marken wie Fiat oder Opel sollten eigentlich ab diesem Sommer in Produktion gehen. Doch jetzt zieht Mutterkonzern Stellantis kurz vor dem Start die Reißleine.
Den möglichen Todesstoß für eine gesamte Technologie teilte Stellantis schnöde per Pressemitteilung mit. Man werde das Entwicklungsprogramm für Brennstoffzellen-Autos einstellen, verkündete der Opel-Mutterkonzern, eine geplante Palette wasserstoffbetriebener Transporterfahrzeuge werde nicht auf den Markt kommen. „Der Wasserstoffmarkt bleibt ein Nischensegment ohne Aussichten auf mittelfristige wirtschaftliche Nachhaltigkeit“, sagte Jean-Philippe Imparato, Chief Operating Officer für den europäischen Markt. Das Unternehmen müsse „klare und verantwortliche Entscheidungen treffen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten." Die Gründe für die Marktflaute lieferte das Unternehmen in seiner Mitteilung gleich dazu: Die Technologie sei zu teuer, das Netz an Wasserstoff-Tankstellen sei kaum ausgebaut, für Kundinnen und Kunden gebe es keine Kaufanreize.