Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr angesichts ihrer Zinspolitik erneut rote Zahlen geschrieben. Damit fällt die Gewinnausschüttung an die nationalen Notenbanken der Eurozone das zweite Jahr in Folge aus, wie die EZB mitteilte.
Der Verlust liege im Jahr 2024 bei € 7,94 Milliarden. Das ist der höchste Verlust in der mehr als 25-jährigen Geschichte der EZB. Im Jahr zuvor hatte das Minus vor dem Abrufen von Rückstellungen für finanzielle Risiken bei € 7,89 Milliarden gelegen. Die Euro-Notenbank will die roten Zahlen in ihrer Bilanz als Verlustvortrag gegen zukünftige Gewinne verrechnen. Sie signalisierte zudem, dass auch in den kommenden Jahren Verluste anfallen könnten. Diese würden aber wahrscheinlich geringer sein als in den Jahren 2023 und 2024. Danach werde sie voraussichtlich wieder Gewinne schreiben, teilte die EZB mit.