Nicht nur Öl und Gas sind betroffen, sondern auch die für die Landwirtschaft so wichtigen Düngemittel. In der Kali-Lagerstätte in Thüringen sehen Investoren eine Rohstoffquelle, die nicht nur für den heimischen Markt interessant wäre.

Rohstoffe aus 700 Meter Tiefe holen - in Deutschland? Irgendwie hat Bergbau in Zeiten von Kohleausstieg und Digitalisierung den Hauch des Vergangenen. Doch das könnte sich bald ändern, sagen Fachleute. Eines der wohl größten Projekte: In Thüringen soll eine Kali-Lagerstätte für die Düngemittelproduktion neu erschlossen werden. Die Rede ist von einem Kali-Bergwerk, in das nach den Plänen der australischen Erkundungsfirma South Harz Potash Ltd. US-$ 620 Millionen (€ 623 Millionen) fließen sollen. Sie hat Bergbaulizenzen für das Ohmgebirge und andere Areale in Nordthüringen gekauft. Nach Angaben ihrer Regionaldirektorin Babette Winter wurden bisher etwa fünf Millionen Euro in zwei vielversprechende Erkundungsbohrungen bei Worbis und Haynrode gesteckt. Es geht um Kaliumchlorid für mineralischen Dünger. Sollte das im August vorgelegte Konzept des Unternehmens mit der deutschen Tochter Südharz Kali GmbH aufgehen, wäre es wohl das erste neue Bergwerk dieser Dimension seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik.

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