Angesichts der drohenden Gasknappheit im Winter will die bayerische Staatsregierung auch bereits stillgelegte Holzöfen wieder aktivieren. Das Umweltministerium hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem Kaminkehrerhandwerk geschlossen.

Die Nachfrage nach Holzöfen und Brennholz erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Aussicht auf Energieknappheit im Winter sind sie als Alternative zu Öl- und Gasheizungen besonders gefragt. Vielerorts können sich Heizungsbauer vor Anfragen für neue Öfen gar nicht retten. Um den Druck etwas zu senken, hat das bayerische Umweltministerium unter Thorsten Glauber (Freie Wähler) nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch bereits stillgelegte Kaminöfen wieder reaktiviert werden dürfen. Wenn etwa Fernwärme oder die Gasversorgung ausfallen - könnten die Kreisverwaltungsbehörden nun Allgemeinverfügungen erlassen, welche die Inbetriebnahme auch veralteter Holzöfen für eine Übergangszeit wieder erlauben. Wie lange dieser Zeitraum ist, wurde zunächst nicht genannt. Ziel der Allgemeinverfügungen sei es, aufwendige Einzelfallentscheidungen zu vermeiden.

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