Die Europäischen Zentralbank will ihre Geldpolitik künftig stärker am Klimaschutz ausrichten. "Mit diesen Beschlüssen setzen wir unsere Verpflichtung(?) zur Bekämpfung des Klimawandels in die Tat um", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Die EZB-Direktorin Isabel Schnabel sprach von einem "wichtigen Meilenstein" im Kampf gegen den Klimawandel. Die neue "grüne Geldpolitik" hat zwei Stoßrichtungen. Zum einen möchten die Währungshüter ihren Ankauf von Unternehmensanleihen neu ausrichten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Firmenschuldscheine aus der Eurozone im Wert von rund € 350 Milliarden in ihrem Besitz, davon werden jährlich Wertpapiere im Wert von € 30 Milliarden fällig: Die EZB investiert das zurückgezahlte Kapital seit Beginn des Ankaufprogramms vor sechs Jahren stets in neue Anleihen. Künftig sollen solche Anleihen bevorzugt gekauft werden, deren Emittenten, sprich die Unternehmen, sich an den Pariser Klimazielen orientieren. "Wir schaffen damit für Unternehmen Anreize, die Emission von Kohlendioxid zu reduzieren", sagte Schnabel. Hat die EZB nicht ein gänzlich anderes Mandat als die Bekämpfung des Klimawandels?

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