Wegen fortschreitender Digitalisierung und des Kostendrucks werden in Deutschland immer mehr Bankfilialen geschlossen. Die Anzahl der Zweigstellen verringerte sich laut der Bundesbank im vergangenen Jahr um fast 10 % auf 21.712.

Insgesamt wurden im Jahr 2021 knapp 2390 Zweigstellen geschlossen, 2020 waren es rund 2570, was einem Minus von ebenfalls knapp 10 % entsprach. Nach Einschätzung der Notenbank spiegelt sich in der Entwicklung eine verstärkte Nutzung von Onlinebanking ebenso wider wie Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher erledigen ihre Bankgeschäfte im Wesentlichen elektronisch, zusehends auch über die Smartphone-Apps. Kürzlich hatte die Europäische Zentralbank eine Studie veröffentlicht, der zufolge der Filialabbau in Deutschland 2021 minimal war. Die frischen Zahlen der Bundesbank zeigen nun ein anderes Bild. Allerdings gibt es auch in der Statistik der Bundesbank eine Angabe, die überrascht und die Gesamtzahl der Filialschließungen nach oben treibt: Der Bundesbank zufolge sank die Zahl der Filialen bei den Großbanken um fast 22 %, konkret um 1100 auf 4037. Allein die Deutsche Bank hat der Bundesbank-Erhebung zufolge ihr Filialnetz um knapp 870 auf rund 3120 Standorte verkleinert.

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