Handelsmarken-Hersteller wappnen sich für einen möglichen Gas-Lieferstopp. Wie das Fachmagazin „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, sollen sich die Lieferanten derzeit auf eine Reduktion ihrer Produktbandbreite vorbereiten, um auch bei erschwerten Produktionsbedingungen ausreichend Waren herstellen zu können.

Sollte es zu einem Gasmangel, Logistikproblemen oder einer zunehmenden Inflation kommen, werde dann ein „Produkt A in Verpackung A und Produkt B in Verpackung B“ produziert und geliefert, so die Aussage eines anonymen Handelsmarkenherstellers zur „Lebensmittel Zeitung“. Dadurch würde für einen begrenzten Zeitraum lediglich eine Version eines Konsumgutes – also nur eine Sorte Zahnpasta oder nur eine Sorte Toilettenpapier – in den Läden erhältlich sein, wenn auch mitunter in unterschiedlichen Verpackungen. Weitere Ansätze seitens der Industrie beinhalten ein händlerübergreifendes Angebot von B-Marken, wodurch weniger Verpackungsmaterial benötigt würde. Auch könnten Produkte weiterhin billig angeboten werden, wenn die Hersteller an der Rezeptur schrauben. Beispielsweise würde aktuell das knappe und teure Sonnenblumenöl bei vielen Produkten ersetzt. 

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