Unfassbar: Während Verbraucher den höchsten Strompreis (32 Cent/Kilowattstunde) aller Zeiten zahlen müssen, wird immer wieder Strom ins Ausland verschenkt, weil hier die Netze überlastet sind.

Bis zu eine halbe Milliarde Euro kosteten die Verbraucher die Strom-Geschenke der Regierung an EU-Staaten wie Österreich, Polen oder die Niederlande. Sie werden fällig, wenn die Netze zum Beispiel in Sturmperioden überlastet sind und der Strom zum Nulltarif oder sogar mit Zuzahlung („Negativ-Preise“) ins Ausland „verklappt“ werden muss. Absurd: Gleichzeitig erhielten Besitzer von Windkraftanlagen im Jahr 2020 insgesamt € 761 Millionen an Erstattungen für Strom, den sie weder produziert noch geliefert hatten („Phantom-Strom“). Grund: Ihre Windräder standen wegen Überlastung der Netze still. Auch dann fließt an sie Geld, so ist es im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), das die Energiewende vorantreiben soll, festgelegt. Solange keine ausreichenden Leitungen und Speicher vorhanden sind, wird der Ausbau der Windenergie nur zu mehr Abschaltungen und Kosten führen. Und bei Windflaute importieren wir teuer Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland.

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