Chinas staatliche Reederei Cosco hat im September für € 100 Millionen 35 % eines Containerterminals des Hamburger Hafens gekauft.

Das Problem dieser Beteiligung lässt sich auf einen Punkt bringen: Während in China Häfen, Reedereien und einzelne Schiffe per Gesetz in der Hand der kommunistischen Partei liegen, geht die Staatsreederei Cosco in Europa auf Einkaufstour. Die Chinesen weiten bereits seit Jahren ihre Präsenz in Europas Logistiknetzwerk aus. Cosco sicherte sich 2016 Mehrheitsanteile von 51 % am Athener Hafen Piräus und kontrolliert über ein Investment der spanischen Hafengesellschaft Noatum auch die Häfen in Bilbao und Valencia. Peking ist mehr als 7000 Kilometer Luftlinie von Berlin entfernt, so scheinen sich noch viele deutsche Politiker zu beruhigen. Doch Cosco ist längst vor der Haustür angekommen.

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