"Ich bin dagegen und glaube nicht, dass wir sie ernsthaft in Betracht ziehen sollten", sagte US-Finanzministerin Janet Yellen kürzlich in einem CNBC-Fernsehinterview. "Es ist wirklich eine Spielerei". Die Ausgabe einer 1-Billion-Dollar-Platinmünze wäre "gleichbedeutend mit der Aufforderung an die Federal Reserve, Geld zu drucken, um Defizite zu decken".

Die Idee einer 1-Billion-Dollar-Platinmünze als Lösung im US-Schuldenstreit ist nicht neu. Schon vor rund neun Jahren war sie in der Debatte um die damalige Schuldendeckelung lanciert worden. Die Idee dahinter: Die Mega-Münze im Auftrag der US-Regierung könnte bei der Federal Reserve deponiert werden. Der Trick dabei: Die US-Regierung darf laut Gesetz der US-Notenbank zwar kein Gelddrucken befehlen, aber sie darf sehr wohl Münzprägungen in Auftrag geben. Allein schon die Tatsache, dass über eine solche Aktion diskutiert wird, zeigt wo wir gelandet sind und wo wir hinsteuern, nicht nur in den USA.

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