Gold gilt seit jeher als ideale Krisenwährung. Unsichere Märkte, wirtschaftliche Wendepunkte oder auch Kriegsängste lassen die Nachfrage nach dem Edelmetall regelmäßig steigen und treiben den Preis in die Höhe. Auch wenn Investoren eine starke Inflation befürchten, flüchten sie sich oftmals in die sichere Edelmetallanlage.

In Deutschland liegt die Inflationsrate aktuell bei 3,8 % und sorgt dafür, dass viele Menschen ihr Erspartes in Gold anlegen. Dies macht sich auch in aktuellen Zahlen des World Gold Council bemerkbar: Im ersten Halbjahr 2021 kauften die Deutschen etwa 90,5 Tonnen Gold – damit sind sie in Europa Spitzenreiter, auf sie entfielen 60 % des in Europa gekauften Edelmetalls. Weltweit erwarben nur die Chinesen mehr Gold als die Deutschen. Durch diese steigende Nachfrage wirkt sich die Angst vor der Inflation auch auf den Goldpreis aus. Während dieser Ende 2020 und Anfang 2021 noch stetig fiel, steigt er seit einigen Monaten wieder an. Eine alte Investmentweisheit sagt: Kaufen Sie Gold und hoffen Sie, dass Sie es nie brauchen. Die meisten Menschen investieren in der Regel nicht in Gold, um reich zu werden, sondern um nicht zu verarmen. Als über Jahrtausende bewährtes Tausch- und Zahlungsmittel ist Gold stabiler als staatliche Währungen, denn im Gegensatz zu diesen lässt es sich dank seines begrenzten Vorkommens nicht endlos vermehren. Ein abrupter Wertverlust wird damit unwahrscheinlich.

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