Die Europäische Zentralbank (EZB) muss aus Sicht von Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras ihre Geldschleusen weiterhin weit offen halten. Trotz Fortschritten bei den Impfkampagnen werde die Konjunktur nach wie vor von der Virus-Pandemie gebremst, sagte das Ratsmitglied der EZB der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

„Natürlich hat es eine Beschleunigung bei den Impfungen gegeben“, sagte Stournaras. „Aber es gibt immer noch Reisebeschränkungen, daher kann ich nicht sagen, wir sind schon aus dem Schneider.“ Es sei noch sehr früh, um den Sieg zu verkünden. Die nächste Zinssitzung der Währungshüter ist am 10. Juni. Dann wollen die Euro-Wächter unter anderem über die Geschwindigkeit ihres großen Pandemie-Anleihenkaufprogramms PEPP entscheiden, das noch bis Ende März 2022 laufen soll. Das Programm hat insgesamt einen Kaufrahmen von € 1,85 Billionen. Rund eine Billion Euro ist schon genutzt worden. Fazit: "Das eigentliche Problem des Sozialismus besteht darin, dass Dir irgendwann einmal das Geld anderer Leute ausgeht."

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